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Donnerstag, 25. Juni 2015

Wer die viertel Stunde nicht ehrt, ist den Angeltag nicht wert

Wie vielleicht einige von euch schon mitbekommen haben, befinde ich mich seit Mitte des letzten Jahres dabei, für meine Familie und mich die eigenen 4 Wände zu schaffen.
Da das Ganze ein Ausbau beim Elternhaus meiner angetrauten Gattin ist, ist das alles mit ziemlich großem bürokratischen Aufwand seitens der Landesregierung und der Gemeinde verbunden.
Bebauungspläne müssen aufgehoben und geändert werden und so weiter.....
Gott sei Dank konnten wir 2014 zumindest die Garage fertig stellen.
Nun kann´s endlich weitergehen um die Wohnräume selbst zu schaffen.

Bei der Fischerei muss Man(n) allerdings den ein oder anderen Abstrich machen. Wenn denn mal Zeit ist, dann meist für Ultrakurztrips an nahe gelegene Spots und Reviere.
Mit "Ultrakurztrips" beschreibe ich hier oftmals auch nur eine knappe viertel Stunde in der ich aus dem Auto springe die Rute packe um vielleicht 10-20 Cast´s durchzuführen.
Wenn man dann mal eine Stunde freischaufeln kann, oder sogar 2 fällt das Ganze dann beinahe schon unter "entspanntes" Angeln.

Für den einen vielleicht verrückt, für mich als leidenschaftlichen Fischer eher Alltag.
Deshalb möchte ich euch auf diesem Wege mal einen Auszug zeigen wie in etwa so ein Tag bei mir im Moment abläuft......

04:30......der Wecker reist mich aus den Federn

05:15......Auto starten und ab in die Arbeit

05:30......Dienstbeginn, man braucht ja das Geld für Tackle ;-)....und ganz nebenbei für die Baustelle

13:42......Dienstende

14:00......Ankunft bei unserer Baustelle, das Boot samt Hänger muss aus dem Carport um Platz für die Baumaterialien zu schaffen

14:30......Besuch bei meiner Mom auf einen kurzen Plausch und einen Kaffee

15:30......meinen Onkel bitten ob ich das Boot über die Dauer der Baustelle bei ihm einstellen darf

15:50......Boot ist abgedeckt und verzurrt um nun wieder eine Weile zu ruhen

15:51......"hmmmm um 16:30 musst du den Junior vom Kindergarten holen, da könntest ja noch schnell den Wasserstand der Donau checken" dachte ich mir, also ab an die Donau

16:00......Wasserstand und Trübung passt, Rute und Köder aus dem Kofferraum, 3 Schritte ans Wasser und Wurf, absinken lassen, anjiggen, absinken lassen, anjiggen und tack...
Erster Wurf, erster Fisch, so könnt´s öfter gehen dachte ich mir. Schnell zurück mit ihm ins Wasser um noch schnell 5-6 Würfe anzuhängen.

16:15......Abfahrt zum Kindergarten

16:30......den Junior im Kindersitz anschnallen und shoppen fahren denn der Kühlschrank ist leer

17:00......pünktlich, vor der Arbeit meiner Lady das Auto geparkt, und kurz warten bis sie ausgestempelt hat

17:15......Ankunft zu Hause, Kaffee Maschine einschalten und warten

17:30......Ab hinter den Herd, der Junior ist hungrig und will Spaghetti

18:30......Lecker war´s, Abwasch ist erledigt, nun mal raus auf den Balkon, die obligatorische Zigarette nach dem Essen genießen und die frische Regen Luft einatmen.

19:00......noch immer unschlüssig ob ich nicht doch kurz ans Wasser fahren soll, nimmt mir meine Lady mit den Worten, " für was hast du denn bitte eine Regenjacke wenn du eh nicht fischen gehst wenn es regnet, schau das du hinaus kommst und fange einen Dicken" die Entscheidung ab

19:10......Frauen widerspricht man nicht und so hatte ich auch schon meine Sachen gepackt und machte mich auf den Weg

19:30......es regnet noch immer, Bigbaits und Deps The Dom Driver FE aus dem Kofferraum und kann schon losgehen. Wurf um Wurf durchpflügen die Big Baits wie Savage Gear Line Thru Trout 20cm, Illex Gantarel, Deps Slideswimer und Co das Wasser

20:00......plötzlich hört es zu regnen auf und ich entschließe mich den Spot zu wechseln

20:10......auch wenn das Wasser sehr trüb ist bekomme ich einen Nachschwimmer in Form von einem 25 cm großen Döbel auf den Savage Gear Glide Bait, das lässt mich darauf schließen das die Fische ihn trotz der Trübung wahrnehmen können.

20:15......keine 10 Meter neben mir schraubt sich eine flüchtende Laube aus dem Wasser, Spot um 5-6 Meter überworfen und langsam mit ein paar Twitches gepaart den Bait eingeholt

20:15......+17sek die Rute ist krumm und ein Fisch zieht mir wütend Schnur von der streng eingestellten Rollenbremse

20:15......+30sek ich sehe zum ersten Mal den breiten Rücken des Fisches und erhoffe mir innerlich schon den Donau Meter

20:16......nach insgesamt 3 Fluchten ist der Hecht ausgedrillt und eingenetzt

20:17......da der vorhergegangene Hecht meine Finger wieder übel zugerichtet hatte, führe ich seit jenem Tag wieder einen großen gummierten Kescher mit mir. Erstens zum Anlanden der Fische, zweitens um den Fisch bis zum Foto im Wasser zu hältern und drittens um den Haken leicht entfernen zu können
20:18......Zigarette angesteckt um den Adrenalinspiegel zu senken, und während dessen alles für ein kurzes Shooting vorzubereiten. Da bei dem Wetter weder Radfahrer noch Spaziergänger entlang dem Donau Radweg unterwegs waren musste ich mich mit einem Fisch Selfie und einem Release Foto zufrieden geben. Das Wohl des Fisches geht einem perfekt inszenierten Foto einfach vor.









eine pralle, vollgefressene, makellose Hecht Mutti war also das Ergebnis dieses Kurztrips

20:30......."klingelingeling, klingelingeling" das Handy meldete sich aus meiner Hosentasche....

Lady: "Schatz wann kommst du denn nach Hause, eine Freundin möchte mich noch besuchen kommen"
Ich: " Bin gleich da, hab mein "Soll" schon erfüllt Hase"

20:45.......Sachen verstaut und ab nach Hause

-21:30.....wurden noch News mit bekannten Anglern und Freunden ausgetauscht und der ein oder andere Kaffee geschlürft bevor´s ins Bett ging, denn am nächsten Tag hieß es wieder um 04:30 TAGWACHE 

Ich denke nun habt ihr mal einen kleinen Überblick bekommen wie das restliche Jahr meine Tagesgestaltung aussehen wird, ausgenommen Sonntags, da ruht man sich aus und ich habe eventuell hier und da auch mal ein paar mehr Stunden für mich. Wobei eben hier dann auch Familien Ausflüge und Konsorten am Plan stehen.

Vergangenen Sonntag zum Beispiel hatte ich auch nur ein kurzes Fenster von 1,5 Stunden um Fischen zu fahren. Auch dieses wurde genutzt, und innerhalb der ersten 20 Minuten wurde ich auch da mit einem schönen makellosen Donau Hecht belohnt, der wie oben schon erwähnt meine Finger dank Kiemengriff leicht in Mitleidenschaft gezogen hat. Zu diesem Zeitpunkt spürt man davon allerdings gar nichts...



Ich für meinen Teil habe daraus gelernt, dass man auch kurze Zeitfenster auf keinen Fall unterschätzen darf und diese so oft wie nur irgendwie möglich auskosten sollte.

Auch möchte ich mich hier an dieser Stelle bei meiner Freundin und unserem Junior bedanken die mir immer wieder die nötige Freizeit dafür geben um mich an den Ufern der Donau herum treiben zu können.

Falls ihr dieses Jahr also nicht allzu viel von mir zu lesen bekommt, ich hab wichtigeres zu tun als "nur" Fische zu fangen ;-) die werden bestimmt nicht alle davon schwimmen oder den Kochtopf Anglern an den Haken gehen....

Sollte ich zwischendurch mal am Wasser sein, sieht man sich entweder, oder falls sich dann die kurzen Zeitfenster auch so gnädig erweisen wie bis jetzt werde ich euch auch mit Berichten versorgen.

>>>>  wir hören uns......haut was raus und allzeit stramme Leinen  <<<<

Mfg & Tight Lines
euer Chris




Mittwoch, 3. September 2014

Swim against the mainstream, to catch fish

Die letzten Tage bei uns in Oberösterreich waren meist den ganzen Tag lang von Regen gesegnet. Was natürlich zur Folge hat das die Pegelstände in unseren Flüssen, Bächen und Seen ansteigen.
Die Donau führt wie schon so oft dieses Jahr Milch Kaffee braunes Wasser. Was noch dazu kommt ist die immer stärker werdende Strömung. Auch die Kehrströmungen werden größer und machen normalerweise gute Spots einfach unbefischbar, da man keine Kontrolle über den Köder hat.

So kam es dazu, dass ich Gestern in der Nachmittags-Schicht bereits Überlegungen anstellte an welches Gewässer ich ausweichen könnte, um endlich wieder meinen Jagdtrieb befriedigen zu können.

Zuerst dachte ich an die Häfen meiner Donaureviere, doch auch dort war die trübe Suppe am Vormarsch.
Die Anreise zum Wasser sollte nicht allzu lange dauern da meine Zeit sehr begrenzt war. Um 07:00 meine Gattin samt Junior in der Arbeit und im Kindergarten abliefern und dann ab ans Wasser denn um 13:30 geht´s wieder ab in die Mittagsschicht.

Meine Wünsche ans Gewässer waren einfach. Es sollte klar sein und einen guten Hecht Bestand aufweisen.
Nun ja da ich nicht viele Gewässer dieser Art in meiner Umgebung kenne stand die Entscheidung schnell fest.
Am Abend wurden gleich noch ein paar neue Hecht Baits eingesackt und mit Haken bestückt.


Bis 23:30 noch alles im Zafira verstaut damit ich mich früh morgens nicht noch mit diversen Schleppereien abplagen muss.
Um 06:00 klingelte der Wecker und es hieß Tagwache.
Ab ins Bad, frisch machen, danach noch 2 Kaffee geschlürft und schon sitzt man im Auto am Weg zum Wasser. Auch wenn es Früh´s noch nieselte tat dies meiner Vorfreude keinen Abbruch.

Um halb 8 hatte ich dann endlich die Tageskarte gelöst und um dreiviertel 8 parkte ich mein Auto.

Die ersten paar Minuten verbrachte ich damit die sehr naturgetreue Jackson The Trout dem Horizont entgegen zu peitschen, als es unweit meiner Angelstelle zu rauben begann.
Da viele Brutfische um die ~7cm im Wasser zu sehen waren entschied ich mich den Mini Shad samt 5g Jig ebenfalls aus dem Hause Jackson zu montieren.
Die HeartyRise Conqueror Casting + Daiwa Pixy Type R befördern diesen kleinen Bait auf beachtliche Weiten. Hier erkennt man auch keinen Unterschied mehr zur Wurfweite gegenüber einer Stationär Combo.

Erster Wurf + zweimal angezuppelt und bääääääm + die Conqueror verneigt sich = ein wunderbar gezeichneter Esox Lucius kommt zum Vorschein.
Was will man mehr? Um dreiviertel 8 am Wasser angekommen und um 08:15 den Zielfisch eingenetzt, so kanns weitergehen.



Nach dem der Fisch wieder zurück in die Tiefen des See´s abgetaucht war ging´s auch schon weiter.
Der Köder blieb am Band, ihr wisst schon: never change a running System ;-)

Auf Grund dessen, dass ich den See noch nicht allzu gut kenne, wurde erstmals kreuz und quer gefeuert um mal einen kleinen Einblick in die Unterwasserwelt zu bekommen und vielleicht auch noch den ein oder anderen Barsch ans Band zu bekommen.

Der Dritte Wurf ging bis kurz vor eine Krautbank in 7m Wassertiefe. Noch in der Absinkphase des Köders vernahm ich einen Biss und konnte den Fisch haken. Auf Grund der hektischen Bewegungen des Fisches und der Stöße war mir sofort klar, dass es sich um einen Barsch handeln musste.
Die Fische im See sind durch die Bank wunderbar gefärbt.





Nun wollte ich es aber genauer wissen, ich wollte wissen ob ich endlich mal einen der sagenumwobenen Barsch Trupp´s gefunden habe.

Was soll ich hier noch großartig dazu schreiben? Ja, es war soweit. Endlich.
Doch nun lass ich einfach die Bilder für sich sprechen.

















....Da kann sich wohl einer nur schwer trennen von mir....


8 Stück innerhalb von 40 Minuten, können sich meiner Meinung nach absolut sehen lassen.


Nach nun 9 Fischen hab ich den sehr robusten Mini Shad in Rente geschickt. Er hat die Sache sehr gut gemacht das muss man ihm lassen.






Angestachelt von dem Erfolg sollte es natürlich gleich wieder weiter gehen. Doch so schnell das Schauspiel begonnen hatte war es auch schon wieder vorbei.

Wie man auf den nachfolgenden beiden Bildern erkennen kann wurden nun die Hechte wieder aktiv.




Stiehlst du mir mein Schwanzteller, reiß ich dir einen Zahn....
Hängen bleiben wollte allerdings keiner der Beiden.










Nun war auch schon die letzte Stunde "Angelzeit" angebrochen und ich machte mich auf die Suche nach einem neuen Spot.
Auf Grund des klaren Wassers hatte ich die Stachler schnell gefunden. Doch kaum sahen sie mich ignorierten sie alle erdenklichen Köder die ich ihnen servierte.
Wies nun mal so ist hat man als Kunstköderangler keine Tauwürmer zur Hand die man ihnen anbieten könnte. Doch die Alternative war schnell gefunden.
Ein Gummi Wurm am Wacky Jig Head.
Der Plan ging auf und ich konnte noch 2 der wunderschönen Fische überlisten.





















13:00 nun aber raus aus der Wathose und ab in die Arbeit......

Und die Moral von der Geschicht: JDM / USDM Tackle fischt man nicht.     ;-)

Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen welche Köder er fischt und ich selbst greif auch gern zu Japan Baits und Tackle. Doch auch hier bei uns in Europa werden geniale Köder hergestellt.
Der Jackson Mini Shad räumte heute bis auf die letzten beiden Barsche jeden Fisch ab, wohingegen kein einziger Biss auf die 3 mal so teuren Fish Arrow Flash J erfolgte.
Die Festigkeit und Stabilität hat mich beim Mini Shad auch sehr überzeugt. 1 Gummi für 9 Fische ist dich mal einen Ansage. Da gibts Gummis die zerfallen schon wenn sie ein Hecht nur ansieht.

Falls jemand Fragen hat, Infos sucht oder sonstiges wissen will, kann er sich gern bei mir melden.

Mfg & Tight Lines
euer Chris


Freitag, 25. Juli 2014

Hearty Rise Conqueror rocks, Härtetest an der Donau

Wie so oft schon in diesem Jahr ging´s Gestern wieder an die Donau.
Vorgehabt hätte ich auf Barsch zu fischen um einen Finesse Bericht hier im Blog zu veröffentlichen wo es um die Amerikanischen Rigs wie dem Texas so wie auch dem Carolina Rig gehen sollte.

Hierbei wollte ich die Vorteile der Rigs aufzählen bzw auch diverse Finesse Jigs vorstellen die den ein oder anderen Vorteil gegenüber herkömmlichen Jig´s aufweisen.

Anbei ein Bild von einem kleinen gestreiften Freund der sich den Easyshiner am Texas Rig nicht entgehen lassen wollte. Auch im Freiwasser kann man bedenkenlos mit Offset-Haken fischen. Sie treten sehr leicht aus den schmalen Gummis aus. Bei den Haken greif ich bislang auf die VMC Strategy zurück, da hier Preis/ Leistung meiner Meinung nach einfach passt.


Doch nun mal etwas mehr zur Conqueror. Schon länger war ich auf der suche nach einer ML Barsch Rute, an der auch noch Barsche der 20 cm Kategorie "Spaß" machen. Durch die Spitzenaktion fängt die Rute bereits bei den kleineren zu arbeiten an und federt Schläge und Co sauber ab.

Modell Länge Teile Tr. Länge Gewicht Wurf gew Schnurkl lb       
C-681MLC 2,03 m 1 203 cm 98 gr  5 - 17 gr  6 - 14
C-681MLS 2,03 m 1 203 cm 105 gr 5 - 17 gr  6 - 14


Wie hier klar erkenntlich könnt Ihr die Rute bei Premium-Tackle in 2 Varianten beziehen. Jeweils eine Casting und eine Spinning sind zu haben. Da ich an der Donau meist weitere Würfe benötige habe ich mich vorerst für die Spinning entschieden. Jedoch wird wohl eine Casting auch noch ins Arsenal aufgenommen da beide einfach sehr sehr geil sind.











Die Rute ist mit Fuji Titanium Sic Ringen ausgestattet, bei der Ringwicklung findet man keine eizige Lacknase. Ebenso der Fuji Reelseat ist sauber angebracht und eine edle Abschlusskappe rundet das Gesamtbild perfekt ab. 

Das Hauptaugenmerk der Conqueror ist der zu 99% aus Carbon bestehende Fast Taper Blank der Klasse ML. Durch dies wird dem Angler eindeutig vermittelt was am anderen Ende der Schnur vor sich geht. Ob nun ein Barsch am Köder nuckelt oder ein Zander anklopft. 


Das Casting-weight der Rod ist mit 5-17g angegeben. Meiner Meinung nach fängt die Rute bei den Gummiködern "erst" bei 8g an alles tadellos zu übermitteln. Bei wobblern wiederrum lassen sich kleine 4g Minnows schon sehr gut auf weite bringen und jegliches animieren der Baits bereitet jede Menge an Freude. 
Bei den Crankbaits eignen sich eher die kleineren Modelle da diese wenn sie mal die 6-7cm Größe überschreiten doch sehr viel Druck unter Wasser erzeugen.

Grundsätzlich würde ich die Conqueror aber als reine Gummiflitsche bezeichnen. Ob Jigs oder Rigs, beides lässt sich genial an ihr fischen da man immer die perfekte Rückmeldung bekommt. Meine lieblings Bait Combo an der Rute ist ganz klar ein 1/4oz Reins Bullet Weight und der 2,8" FatSwingImpact von Keitech so wie auch der 3" EasyShiner. Doch auch alle anderen Finesseköder kann man an ihr anbieten.

















Als Obergrenze der einteiligen Rute würde ich 14g Jigs + schlanke 4" Trailer nennen. Eine geflochtene Hauptschnur in der Stärke 0,10 und eine 1000 bzw 2500 er Rolle ergänzen die Combo dann optimal. Ich hab zu einer Mitchell Mag Pro Extreme mit fein regulierbarer Bremse in der Größe 500 gegriffen. Diese ist ein klein wenig größer als eine 1000er Shimano und wiederrum kleiner als eine 2500er. Somit für mich eine optimale Zwischengröße.




So doch nun genug gelabert zu der Rute, bei meinen zerkratzten Fingern von Gestern muss ich ohnehin nur an die Fische denken. Und Ihr wollt doch auch bestimmt wissen was ich unter Härtetest verstehe.

Da steh ich nun gestern an der Donau und beackere verschiedene Bootsanleger und Stege um ein paar Barsche zu erhaschen. Doch das einzige was ich erspähen kann sind unzählige Brutfische , Brassen Rotaugen und Co.
Hin und wieder lässt sich mal ein Barsch sehen im Schatten der Bootsanleger. Doch das anwerfen kann man an der Stelle vergessen man bekommt den Köder einfach nicht in den "heißen" Bereich.
Aus diesem Grund entschied ich mich für einen Spot Wechsel, und diese Entscheidung sollte sich als Gold Richtig herausstellen.
Erster Wurf mit dem T-Rig und Biss. Dieser konnte allerdings nicht verwertet werden da ich die Bremse nicht geschlossen hatte.
Nun denn, der Gummi war zerfetzt.Zigaretten Pause und neuen Gummi montiert.
Nach einigen Würfen die keinen Biss mehr brachten wollte ich die Strömungskante abfischen und musste nun auf einen 14g Jig samt 4" Köder wechseln.


Dritter Wurf, jedes mal bis kurz vor die Steinpackung herangejiggt und




Ein Einschlag in der Rute wie ich ihn selbst an der Predator noch nicht hatte. Anhieb bis ins harte Rückrat der Conqueror gesetzt und ein Drill auf biegen und brechen begann. Da ich nur ein Vorfach mit 0,22mm Durchmesser fischte mit sagenhaften 3,1 Kg Tragkraft durfte ich dem Fisch nicht zu viel Schnur lassen, da ich in der Hauptströmung gegen den Fisch wohl noch weniger Chance gehabt hätte als so schon. Auf Grund der Stöße die ich wahr nahm und der Fisch bockig am Grund stand tippte ich zunächst auf einen schönen Zander.
Doch als der Fisch dann das erste mal an die Oberfläche kam wusste ich das ich eins meiner Ziele die ich mir für 2014 auferlegt habe, nun streichen kann. Ein Spinnwaller und mein erster Waller zugleich.
Nach dem releasen strahlte ich bestimmt über beide Ohren.





















Zwar nicht der größte jedoch an der Barsch Rute ein mehr als willkommener Beifang der der Conqueror einiges abverlangte. Hier wird klar bewiesen das die Rute einiges an Rückrat bietet.
Nun mal meinen Fischerkumpel angerufen und von meinem ersten Waller berichtet und kurz mal den Moment genossen.

Danach gings aber auch gleich weiter, denn ich hatte insgesamt nur 2 Stunden Zeit zum fischen, da ich um 17:00 meine Lady und unsren Junior abholen musste.
Keine 10 Würfe später fühle ich außer den Steinen am Grund einen leichten Widerstand, angeheftet, der Haken sitzt und der Tanz beginnt.
Wieder Kopfstöße, wieder bockt der Fisch in Richtung Grund, es wird doch nicht noch ein Waller sein frag ich mich.
Kurz darauf erblicke ich jedoch eine silberne Flanke und erkenne einen prachtvollen wohlgenährten Zander an der Oberfläche.
Na buuuuum, als ich den Stachler in Händen halte wird es mir bewusst. Mein erster Spinnwaller und mein Zander PB in weniger als 1,5 Stunden fischen. Was für ein Gefühl.


Falls Ihr euch den Bericht bis hier hin durchgelesen habt sag ich mal Danke, denn zu kurz ist der wohl nicht.

Mfg & Tight Lines 
euer Chris

Mittwoch, 23. Juli 2014

KW 30: BOAT NEWS ( Quicksilver 450 meets Humer Easyliner 600 )

Vor einigen Tagen habe ich mir ja ein Quicksilver 450 sf im Komplettpaket samt einem 15 ps Außenborder und einem Pongratz PBA 300 Trailer gekauft.
Von Anfang an war mir klar das der Trailer mit einem Gesamtgewicht von nur 300 kg nicht lange in meinem Besitz bleiben wird.
So entschied ich mich, den Hänger vorerst nicht anzumelden und mir die 180€ Anmeldegebühr zu ersparen bis ich einen passenden Trailer gefunden habe.
Der neue Trailer sollte eine Nutzlast von mindestens 400 kg aufweisen. So machte ich mich erneut auf die Suche nach einem Bootsanhänger, und wühlte mich durch die diversen Kleinanzeigen Seiten des Webs.

Erste Seite angeklickt, und siehe da. Ein Humer Easyliner 600 mit einer Nutzlast von 475kg. Top, die Handynummer rausgesucht, den Eigentümer angerufen und einen Termin vereinbart. Denn der Hänger stand keine 10 km von mir zu Hause entfernt.

Nach der Bestandsaufnahme, keine 1000 km gelaufen, knapp 3 Jahre alt wurde natürlich noch etwas am Preis gefeilscht. So kam es dazu das ich auf meinen, doch schon ziemlich in die Jahre gekommenen Pongratz Trailer nur 400€ draufzahlen musste um wieder einen Trailer zu haben der Top in Schuss ist.

Gestern, den 22.07.2014 wurden die Papiere abgeholt, der Hänger angemeldet bei der Versicherung, das Pickerl geklebt und ab ging´s nach Hause.
Dort wartete bereits mein Bruder auf mich um das Boot umzuladen. Danke nochmal für deine Hilfe.
Nun fuhren wir mit beiden Trailern zur Donau und slippten das Boot. Dies wiederum ging beim Humer durch die Rollen deutlich einfacher als beim Pongratz.

So schwamm das Boot nun das erste mal in meinem Besitz im Wasser und ich konnte es mir nicht verkneifen die Stabilität im Wasser zu testen.


Das Quicksilver liegt selbst im unausgebauten Zustand schon sehr stabil im Wasser. Wenn dann die Zeit für einen Ausbau gekommen ist wird es durch den tieferen Schwerpunkt sicher noch besser liegen.


Nun kanns bald losgehen, jetzt muss die Donauzulassung nur noch auf mich umgemeldet werden und eine Motorhaube für den Selva Naxos 15ps 2 takt besorgt werden.

Bis dahin & Tight Lines
euer Chris