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Donnerstag, 12. März 2015

Evergreen Kaleido TKLS-64LX The "Alley Oop" ST

Seit schier endloser Zeit war ich auf der Suche nach einer Ultra light Rute mit der ich in der Lage wäre kleinste Köder perfekt anbieten und animieren zu können.
Beinahe täglich durchstreifte ich JDM und USDM Tacklemarktplätze sowie auch hiesige Marktplätze, Foren und Blogs um endlich DIE Rute zu finden.
Auf meiner Suche fielen mir natürlich einige Ruten ins Auge die passen würden, dies waren Kandidaten wie die Alley Oop und die Cut in Shake aus dem Hause Evergreen International.
Da für diese Ruten, gebraucht allerdings ein Preis von round about 650€ aufgerufen wurde waren mir diese schlicht weg zu teuer. Denn ich wollte ungern mehr als 300€ ausgeben.


Eines Tages tauchte dann in einem online Marktplatz eine gecrackde (zu Deutsch: gebrochene) Alley Oop für einen sehr ansprechenden Preis auf.
Die Gute war allerdings um 8cm in der Spitze gebrochen.
Da stellt sich einem nun die Frage:
die Rute so belassen und nur einen neuen Ring aufzusetzen ?
der edlen Rute ein neues Leben einhauchen und eine neue Spitze einsetzen lassen ?

Da ich ja "Die" Rute haben wollte und keine kaputte 0815 im Pfusch hergerichtete Evergreen, war schnell klar was mit ihr geschehen soll.

Die Rute sollte durch Theodor Matschewsky dem Solitip Meister im deutsch sprachigen Raum noch um einen ticken feiner werden als sie es von Haus aus schon war. www.solitip.de

Somit nahm ich mit Theo Kontakt auf und klärte die mir ganzen offen stehenden Fragen mit ihm.

Schnell war klar was die Rute können soll und wie sie nach meinen Wünschen nach ausfallen soll, den Rest überlies ich Theo und seiner jahrelangen Erfahrung im Rutenbau und Solitip Tuning.

Hier mal ein paar Bilder, in welchem Zustand ich die Rute erworben und an Theo geschickt habe.














Anhand der Website von Theo kann man die einzelnen Schritte der Reperatur Tag für Tag mitverfolgen und beobachten wie die Rute zum Schluss in neuem Glanz erscheint.

zur Schritt für Schritt erklärten Reperatur gelangt ihr hier

Hier werden alle Schritte mit Bildern und Worten bestens erklärt:

das Vermessen der Rute und das Heraussuchen der passenden Spitze
das Entfernen der Ringe von der defekten Spitze
das Anpassen von Blank und der Solitip Spitze
das "Verheiraten" von Blank und Solitip
das Anbringen von CF Fasern der Kreuzwicklung usw....

seht euch einfach den Link dazu an den ich euch oben in orange eingefügt habe.


Seit ein paar Tagen habe ich die Rute nun zu Hause, den Zielfisch, den Barsch darf ich auf Grund der Schonzeit leider noch nicht befischen, allerdings machen auch Aitel/Döbel an der Rute mächtig fun. Ab kommender Woche werde ich versuchen auch einige Forellen mit ihr zu bändigen.

Die Baits die ich vor hatte an ihr zu fischen machen alle mächtig Laune. Endlich bekommt man auch bei 2" Baits und 1,5-3g Jigs die Perfekte Rückmeldung. Für Skirted Jigs der 1,8g - 2,5g Klasse ist die Rute wie geschaffen. Auch 3" Würmer am Wacky Rig angeködert funktionieren sehr gut mit ihr wie das kleine Bild beweist. Doch für das Wacky Rig und das Pendulum Rig folgt demnächst eine weiter Rute aus der Solitip Meister Werkstätte.

Allerdings ist man bei einer Köder Combo von 5g Jig und 3 Inch definitiv an der Obergrenze des gut fischbaren Gewichtes  angekommen. Doch dies betitelt man auch nicht mehr als Ultra Light.


Bislang konnte ich zwar erst einige Aitel der 20cm Kategorie zum Biss überreden aber selbst die machen schon Rabatz an der Rute, doch wer jetzt glaubt die Rute sei nur für kleine Fische der irrt gewaltig. Sobald die Schonzeit der Räuber rum ist werde ich euch das hoffentlich in Form von Bildern beweisen können.

























Sollte also auch bei euch mal eine Rute zu Bruch gehen die entweder einen sehr hohen materiellen Wert hat oder einfach eines eurer Lieblingsstücke ist, nehmt einfach mal Kontakt zu Theo auf.
Er wird euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Und da das Beste bekanntlich ja immer zum Schluss kommt, habe ich für alle Interessenten an einem Solitip Tuning einen Gutschein erhalten. Soll heißen, wenn ihr Interesse an einem ST-Tuning habt lasst mir ein kurzes E-Mail zukommen auf chrisi201289@gmx.at und ich schicke euch im Gegenzug einen 15€ Gutschein von der Ruten Tuning Schmiede Matschewsky.

Mfg & Tight Lines
euer Chris

Freitag, 19. Dezember 2014

Shimano Poison Adrena 166 ML im Test

THEORIE: 
Was kommt wohl dabei rum wenn Shimano eine Partnerschaft mit Jackall eingeht? Ich denke das sich darüber sicher einige Tacklefreaks, zu denen ich mich auch zähle, sich ihre Köpfe zerbrochen haben was da auf uns zukommen wird.
Seit einigen Monaten findet man ja bereits Daten Preise und Infos zu einer wahrlich giftigen Rutenserie aus dem Hause „Jackall Shimano“.

Die Kandidaten nennen sich Poison Adrena, Poison Glorious und Poison Ultima.



3 Monate ist es nun her das ich mir überlegt hätte eine der Ruten zu importieren, doch da es inzwischen bei unseren Nachbarn in Germany immerhin schon einen sehr guten Gebraucht Markt an JDM / USDM Ruten und Co gibt verwarf ich den Gedanken wieder und griff auf gebrauchtes Tackle zurück. Doch immer schon wollte ich eine brand neue soeben erschienene Rod einfach mal probieren.

So kam es wie es kommen musste, Shimano Thalinger Lange Austria importierte einige Japan Modelle für den österreichischen Markt.
Meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung da immer mehr Spinnangler auf das Japan Tackle zurückgreifen, da die Angelindustrie in Übersee einfach einen Schritt voraus ist.
Folgende Modelle stehen uns nun hierzulande zur Verfügung:

- Shimano Poison Adrena 166ML Casting, 1,98m, 107g, 5-15g 

- Sephia SS S803M Spinning, 2,52m 11-25g

- Sephia SS S803ML Spinning, 2,52m 8-19g


- Lunamis S800L Spinning, 2,44m, 114g, 5-21g


- Lunamis S900ML Spinning, 2,74m, 134g, 6-28g



Als erstes sticht einem sofort das futuristische Griff Design ins Auge das einen fast an die St. Croix Legend Extreme Serie erinnern lässt, da hier eben auf einen wie bei den meisten Ruten erhältliches Kork oder Duplon Griffende (Rear-grip) verzichtet wurde. Stattdessen bildet das Handteil ein sogenanntes "Carbon-Monocoque". Dieses dient dazu bei geringst möglichem Gewicht die höchste Sensibilität und die nötige Stabilität hervorzubringen. Zusätzlich ist das Monocoque was manch einer nur aus der Formel-1 kennt gecoatet um es sicher im Griff zu haben. 













Die Sensibilität im Reargrip ist wohl für all jene sehr wichtig die den Griff auch immer schön am Unterarm aufliegen haben. Keine schlechte Idee wenn man bedenkt, dass diese feinen Vibrationen vom Kork und Duplon nahezu verschlungen werden. 


Der Rollenhalter belabelt mit dem Logo "Perfection Seat SS" besteht aus einem Kohlenstoff Verbundmaterial namens CI4+. Dieses, werden einige bestimmt schon von der neuen Stradic CI4+ sowie auch von der Rarenium CI4+kennen. Sehr leicht und dennoch robust genug um Baitcast Reel´s oder bei den Spinning Modellen eben die Stationärrollen fest im Griff zu halten.




Der Blank besteht aus einer sogenannten Spiral X Konstruktion, hierbei wurden an der Innen und Außenseite der Blanks Kohlenstoff Bänder aufgerollt.
Dies soll einen extrem leichten, zugleich dünnen und sensitiven Blank garantieren.
Ausgestattet wurde der Blank mit Fuji SIC Guides.




PRAXIS:
Doch nun genug Theorie blabla, jetzt geht’s an die Fakten wie Sie sich am Wasser schlug. Abseits von Small und Largemouth Bass der Amis, Chinesen und Japanern, Zander Hecht und Barsch soll sie bringen und zwar in unseren heimischen Gewässern.

Da ich die Rute in den 14 Tagen die ich sie probieren durfte bestmöglich kennen lernen wollte versteifte ich mich auf 3 Gewässertypen:
1.: die Donauströmung inklusiver böser Strukturen in Form von Steinschüttung und Co
2.: einen kleinen sandig/schlammigen Donau Hafen
3.:und zu guter letzt einem Baggersee, an dem es durch versunkene Bäume des öfteren von Nöten ist auf weedless angeköderte Baits zurück zu greifen.




An den ersten 2 Tagen verschlug es mich an einen strömungsarmen Bereich der Donau in Oberösterreich wo es auf Zander gehen sollte.
Hier wurde ganz schnell klar mit welchen Baits sich die giftige Adrena in der Strömung am wohlsten fühlt.
7g Jig Kopf mit 3" HMKL Alive Shad´s und 4" Gummis wie Easyshiner und Co. In keiner Situation, selbst bei Wind wenn man einen Schnursack jenseits von Gut und Böse hat reist der Kontakt zum Köder ab, eine Gewisse Konzentration benötigt man allerdings trotzdem noch. Das kann keine noch so gute Rute ersetzen.
Immerhin ein kleiner Zander ließ sich in der Dämmerung vom HMKL Alive Shad Tail in Cherry Shad überzeugen. 



Für das darauf folgende Wochenende meldete ein Kollege aus Wiener Neustadt seinen Besuch bei mir an. Als bekennender Barsch und Tacklefreak sollte es uns an die Schottergrube verschlagen wo wir den Barschen nachstellen wollten. Auch wenn man sie im Sommer relativ leicht zum Anbiss verleiten kann wusste ich von den Vorjahren das sie im Winter sehr selten anzutreffen sind.
Doch das Wetter war auf unserer Seite und somit konnte uns nichts und niemand die gute Laune verderben.
Nach circa 1,5 Stunden ohne Biss verstaute ich vorerst mal das Barsch Tackle im Auto und wollte zumindest einen Hecht mit Baits der 80 g + Kategorie überlisten.
Keine 10mal feuerte ich die BigBaits auf´s Wasser hinaus bog sich die Rute meines Kollegen auch schon im Halbkreis.
Ein wunderbar gezeichneter Esox hatte sich den 3inch Krebs am Offset Jig einverleibt und lieferte an der ML Rute einen fantastischen Drill.



Also doch wieder die schwere Rute gegen das Barsch Tackle austauschen. Diesmal wollte ich die Adrena an ihrem unteren Limit testen und montierte einen 3,5g Noike Kyoka-Shingata kemkem Fransen Jig. Als Trailer diente mir der HMKL Alive Tenaga in 4inch. 
Auch Baits dieser Gewichtsklasse lassen sich mit einer passenden Rolle vorausgesetzt, noch auf vernünftige Weiten befördern. Wie man auf den Fotos erkennen kann nutze ich hierbei die Daiwa Pixy Type R mitsamt einer IZE Finesse Spule.
Der Skirted Jig/ Fransen Jig oder auch Rubber Jig genannt dient dazu das die Baits durch die Fransen langsamer absinken und der Weedguard dient dazu das sich Algen und Co nicht am Haken festsetzen, oder sich der Jig samt Bait in irgend welchen Ästen unter Wasser für immer verabschiedet.

Nach dem ich von Karl eine kurze Einweisung bekam wie ich die Krebse führen solle knallte es kurz drauf auch schon bei mir in der Rute.


Nun war klar das sich die Hechte trotz nur mehr 4,5°C Außentemperatur auf kleine Beute eingeschossen hatten und deshalb beackerten wir nun weiterhin alle Spot´s mit maximal 4"Inch großen Ködern.

Am nächsten Spot wollte ich nochmal dem Alive Shad eine Chance bieten mich zum Fisch zu führen. Am 5g Jig gings ab mit ihm in die Tiefe, und kurz vorm Ufer genau an der Abbruchkante ins 5 Meter tiefe Wasser der nächste Biss.
Diesmal zwar ein Kleinerer, aber eben so wunderbar gezeichneter Hecht kam aus der Tiefe empor.






  







An diesem Tag konnten wir zu Zweit insgesamt 8 Hechte zwischen 50 und 78 cm zum kurzen Landgang überreden. Somit hat sich selbst die Anfahrt für Karl von über 200 km gelohnt und eins ist klar viele weitere Ausflüge werden 2015 folgen denn gemeinsam am Wasser ist der Spaß immer garantiert auch wenn mal kein Fisch in Beiß Laune sein sollte.

Der letzte Tag an dem ich Zeit hatte die Poison Adrena zu schwingen führte mich in den kleinen Donau Hafen.

Dank zwei netter Angelkollegen, die mich mit auf ihr Boot nahmen konnte ich diesmal auch Plätze befischen die ansonsten leider nicht erreichbar sind, und nur durch sie war es mir möglich ein wahres Donau Ungeheuer aus dem Wasser zu hieven. 
Denn ein wahrlich stattlicher Esox vergriff sich wiedermal auf meinem 3inch großen Bait der mir und meinem Gerät alles abverlangte. Nach schweißtreibenden Drill kam das Monster endlich an die Oberfläche und konnte von uns Dreien nur durch gemeinsamen Krafteinsatz gelandet werden.
Durch die Gigantischen Ausmaße der Kiemendeckel war es mir dank Erfurcht vor dem Fisch nicht möglich meine Hände in diese zu stecken und so kam es zu dieser etwas "Anderen Präsentation"





Nachdem der Gigant zurück gesetzt wurde um den zukünftigen Bestand unserer Gewässer zu sichern fischten wir noch gut eine Stunde weiter, doch dieser Eine sollte der einzige Fisch sein den wir an diesem Tag zu Gesicht bekamen.

Auch wenn ich den erhofften Barsch mit der Poison Adrena nicht erwischen konnte traue ich mir zu für die Rute eine klare Kaufempfehlung auszusprechen, vor allem wenn man nicht selbst aus Japan, China oder den USA importieren will.
Das tolle an der Rute ist, das man sie ziemlich breitbandig einsetzen kann. Twitchbaits wie die, die ich euch unten angeführt habe,sowie auch Crankbaits lassen sich gut an ihr fischen und animieren, das Hauptaugenmerk wenn man sich die Rute anschaffen möchte sollte allerdings ganz klar bei den diversen Gummi Anwendungen wie Jigs, Texas Rig, Carolina Rig, Wacky Rig und Co. liegen.


Gan Craft Ayuya Rest108


HMKL Shad 65
Anglers Republic Alexandra
Anglers Republic 7Degree




Einige der Modelle aus Übersee kann man schon bei Fischen+Jagen Weitgasser in Linz ansehen und probewedeln.


Falls wer noch genauere Info´s zur Rute haben will scheut euch nicht mich zu kontaktieren, ich werde eure Fragen dann weiterleiten.

Mfg & Tight Lines
euer Chris  
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Dienstag, 27. Mai 2014

Tackle Porn by Styles-of-Fishing

In diesem Blogupdate möchte ich euch kurz berichten mit welchem Tackle ich dieses Jahr den Räubern auf die Schuppen rücken werde.




Da ich dieses Jahr vorhabe die meiste Zeit an der Donau zu verbringen um Zander, Rapfen und Barsch nachzustellen werden die folgende drei Combos am meisten zum Einsatz kommen.

1.: Hearty Rise Predator MH + Shimano Vanquish C3000
2.: Hearty Rise Zanderforce H + Mitchell Mag Pro Extreme 500
3.: Hearty Rise Predator H + Shimano Sustain 4000 FG US 6.2:1

Es war nicht leicht die hoch übersetzte Sustain noch wo zu bekommen doch durch ein Auktionshaus stieß ich auf einen netten Angel Kollegen der seine gerade abgeben wollte.
Solche Verkäufer wünscht man sich, wo man sogar Videos bekommt um sich einen Eindruck zur Rolle verschaffen zu kommen. Danke nochmal
























Jedoch sollen auch Hechte und Barsche vom Boot aus nicht zu kurz kommen.
Genau für diesen Zweck hab ich einige Baitcast Combos in meinem Arsenal. Diese wieder rum sind von völlig unterschiedlichen Marken wie z.B. Shimano, Abu Garcia, Daiwa, HeartyRise, Valleyhill.

























In der Meiho 3070 befinden sich nur Hardbaits bis maximal 12cm und in dem ehemaligen Erste Hilfe Koffer befinden sich die größeren Softbaits Hardbaits und Jerkbaits für Meister Esox.

Jedoch ist auch die 3080er inzwischen schön sortiert und Randvoll gefüllt um für alle Fälle gerüstet zu sein.




Mfg & Tight Lines
euer Chris

Mittwoch, 7. Mai 2014

Mit dem Split-Shot Rig auf Blech , Gummi und Hardbaitscheue Forellen

Da ich an einem sehr überlaufenen Forellenbach fische, musste eine neue Methode gefunden werden um doch noch an die ersehnten Zielfische zu kommen.

Die meisten anderen Angler leiern meist einfach einen Spinner oder Wobbler durchs Wasser, daher kennen die meisten Forellen diese Baits schon und schwimmen maximal noch nach ohne zu zuschnappen.

Auch hilft es hier nichts mehr wenn man die Wobbler twitcht oder Spinn Stop´s einlegt.

Man könnte zwar einfach diverse Naturköder an der Posenrute anbieten oder die Fliegenrute schwingen.

Doch ich wollte unbedingt die von Hand aufgebaute MHX Ultralight Spinnrute eines Angelkollegen ausprobieren.

Da viel mir ein Beitrag ein den ich einige Monate zuvor im Web gelesen habe. Dabei drehte es sich um das so genannte SPLIT-SHOT RIG



Das Rig ist ganz einfach aufgebaut. An das Ende vom Vorfachs knotet man je nach Köder den passenden Haken an, und klemmt zwischen 5 und 60cm vor den Haken ein oder 2 Bleischrote als Beschwerung.

Wie weit weg man das Blei vom Köder befestigen soll, hängt vom Köder selbst, der Laune der Fische und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Ob wild gejiggt oder langsam sinkend hängt hier also eher davon ab in welchem Abstand man das Schrotblei anbringt und wie schwer man es wählt.

Den Wurm könnte man zwar auch mittig auffädeln, jedoch bevorzuge ich es ihn vorne anzubringen da dadurch ein wenig gegen das verangeln von Kleinfischen entgegen gewirkt wird.

Nach dem ich noch einige verdächtige Stellen vom Vorjahr kannte, wollte ich auch dort gleich beginnen die Montage zu testen.

Die ersten 2 Spot´s brachten zwar keinen Fisch, jedoch beim dritten schlug es dann ein wie eine Bombe.


Eine schöne "Brown Trout" mit knappen 40 cm lies sich den Wurm schmecken und darf demnächst den Räucherofen zieren.
Das schöne an den Besatzfischen dort ist, das sie nicht aus einem Betonbecken kommen sondern aus Aufzuchtbächen.

Ein Beifang in Form von einer Barbe, die sich gerade mitten im Laichgeschäft befinden lies sich diesmal leider nicht vermeiden. Also kam sie nach einem kurzen Foto sofort wieder zurück in ihr Element um für weiteren Nachwuchs unter den Süßwasser Torpedos zu sorgen.





















Da ja nun nicht ein jeder, mir inbegriffen eine Ultralight Rute besitzt möchte ich euch hier noch ein paar preisgünstige Alternativen anführen die dafür bestens geeignet sind.

Cormoran Motola
Shimano Diaflash ULS

All diese UL-Ruten könnt ihr zum Beispiel auch über www.fishernator.com beziehen. Falls sie die Ruten noch nicht im Shop gelistet haben, entweder eine Weile warten oder einfach mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Ich hoffe mein kleiner Ausflug in die ultralight Fischerei gefällt euch und ich konnte es euch schmackhaft machen es auch selbst auszuprobieren. Die Drills sind einfach unbeschreiblich.

Mfg & Tight Lines
Chris

Donnerstag, 23. Januar 2014

Tackle-Test: Hearty Rise Zander Force ZF-832HH

Wie ihr weiter unten lesen könnt waren mein Kollege Patrick H. und ich ja restlos begeistert von der Hearty Rise Predator MH.
Wenn man erst mal von einer Rute eines Herstellers begeistert ist, bleibt es meist ja nicht bei einer Rute und so wurde das Lager von Josef, dem Inhaber von www.premium-tackle.com durchstöbert.
Meine Wahl viel dabei auf die Hearty Rise Zander Force ZF-832HH

Dabei Handelt es sich um eine, wie soll es auch anders sein, Zanderspinnrute. Diese Serie wurde vor allem für das fischen im Stillwasser konzipiert. Diese Rute gibt es in folgenden Ausführungen.


Modell
Länge
Teile
Tr. Länge
Gewicht
Wurf gew
Schnurkl lb







ZF-832H
2,51
2
130
118
 6 - 26
 8 - 16
ZF-832HH
2,51
2
130
121
 7 - 32
 8 - 18

 
Da ich kein Stillwasser befische, sondern meist an Fließgewässern anzutreffen bin entschied ich mich für das „schwere Modell“. Die ZF-832HH.
Verwendung fand die Rute vor allem dort wo man sehr leicht fischen konnte und auch musste.
4“Keitech Easy Shiner und FSI machen an der Rute auch mit 5g Jigköpfen noch Mörder Spaß.
Der Grundkontakt ist meiner Meinung nach genau so genial wie bei der Hearty Rise Predator MH. Der Blank gibt einem immer die perfekte Rückmeldung über Bodenbeschaffenheit und Co. Alles wird sauber bis ins Handgelenk weitergeleitet.

Daher kommt es wohl auch das ich die Zander Force gerne als kleine Schwester der Predator bezeichne.




Da die Rute gerade mal 121g wiegt musste natürlich auch eine möglichst leichte Rolle her.
Dabei fiel meine Wahl wieder mal auf eine Shimano Vanquish. Dies mal jedoch auf die C 3000.
Rolle + Rute wiegen somit gerade mal 316g und ermöglichen stundenlanges ermüdungsfreies Fischen. Die Paar Gramm geflochtene Schnur dann noch dazu, verträgt sicherlich jeder von uns.
Ob nun eine 2500er oder 3000er bleibt jedem selbst überlassen. Und es muss auch keine Vanquish sein um eine Top Combo zu bekommen. Ganz gleich ob Rarenium CI4, Stradic CI4/CI4+, oder auch eine Daiwa. Mit jeder der Rollen wird die Combo ein Genuss sein.


Obwohl man zwar auch die Predator MH bis 7g Köpfe runter fischen kann, würde ich die Zander Force als optimale Ergänzung zur Predator empfehlen da man sich nicht so sehr konzentrieren muss um den Grundkontakt halten zu können. Im leichteren Bereich macht die Zander Force einfach mehr Spaß, und ist somit Ideal für strömungsberuhigte Bereich wie z.B Einmündungen und Altarme.  

Nun ja, was erwartet man eigentlich von einer guten Zanderrute?
Schneller Blank?
sensible, jedoch nicht wabbelige Spitze?
straffes Rückrat um auch auf weite Entfernung einen Anhieb durchs harte Zandermaul setzen zu können?

Wenn ihr genau das sucht fürs leichte Fischen auf Zander und Barsch dann kann ich euch diese Rute ohne Bedenken ans Herz legen. Auch den ein oder anderen Hecht wird die Rute sicherlich mit Bravour meistern.



Da es bei uns im Moment mit den Räubern nicht all zu gut läuft konnte ich mit der Rute nur einen Mini-Zander erwischen. Dabei stellte sich heraus, dass die Rute größere Fische braucht um Ihr Maximum auszuschöpfen.






So wie es kommen musste spürte ich auf ein mal einen heftigen Wiederstand und setzte auf Verdacht einen Anhieb. Und ab ging die Post, für einige Minuten lang. Mir war von Anfang an klar, dass es sich um einen Karpfen handeln musste, da in diesem Donau Einfluss einige von Ihnen vorkommen. Aber das es sich um ein Prachtexemplar mit satten 10kg handelte, wusste ich erst nach dem wiegen.
Schöner währ es zwar gewesen wenn er meinen Easy Shiner eingesaugt hätte, jedoch war der Drill um einiges spannender an der gehakten Schwanzwurzel.



Die Wurfeigenschaften der Ruten sind phänomenal, 5g bringt sie schon sehr gut auf Distanz. Ab 8g-10g geht’s dann aber richtig zur Sache. Die Rute lädt sich auf und „schießt“ die Köder förmlich ab. Daher kommt es wohl auch das man bei HR Ruten oftmals von einer „Katapultwirkung“ liest.


Die totale Untergrenze der Ruten sind nach meiner Einschätzung nach 3,5g Köpfe an 2“-3“ Gummis. Hierbei muss man sich zwar schon sehr konzentrieren, aber für diesen Zweck sollte man natürlich ohnehin an die Anschaffung einer Ultra-Light Rute denken.
Als Absolute Obergrenze sehe ich 21g Köpfe an 12-15cm. Liegt vielleicht auch daran das ich die Predator MH besitze und das dann eher in dieses Wurfgewichtsspektrum passt.

Zur Rute selbst bleibt mir noch zu sagen, dass ich diese auf keinem Fall mehr in meinem Rutenwald missen möchte da ich sie als Ideale Ergänzung zu meinen beiden anderen HR Ruten sehe.
Auch kann man sie gelegentlich missbrauchen um Crank und Twitchbaits zu fischen, jedoch liegt das Hauptaugenmerk ganz klar beim Gummizuppeln.